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Lieder von Abschied und SchmerzEva Vogel ruht in sich selbst. In würdevollem Ernst steht die Mezzosopranistin auf der Bühne, präsent und doch wie weltabgewandt, wenn sie Lieder von Abschied und Schmerz singt, von wehmütigem Erinnern und der dunklen Macht des Todes. Ihr Timbre, dessen Schattierungen sich aus der Alt-Lage nähren, ist des Morbiden wie anverwandt... Dass die farbenreiche tiefe Lage der Sängerin keine Härte, keinen gekünstelten Harm kennt, ist bemerkenswert...dass sie bei aller Legatopflege jede Note wie gesondert angeht, immer wieder ansetzt zugunsten einer bestechenden Textverständlichkeit... Martin Schrahn, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Überschwang und Todesnähe Die hohe Kunst des Liedgesangs in Schloss HertenLiebesüberschwang und Todesnähe - dieses breite Ausdrucksspektrum durchmaß die junge Mezzosopranistin Eva Vogel beim Klavierfestival Ruhr Robert Schumann bündelt das Romanzenhafte glücklicher Liebesempfindungen mit schmerzlichen Todesvisionen. Darin spiegelt sich das innerlich Zerrissene eines manisch-depressiven Charakters. Das stellt an Interpreten allerhöchste Ansprüche. Beeindruckend trifft Eva Vogel in Schumanns „Zwölf Liedern nach Gedichten von Justinus Kerner“ das Balladeske in „Lust der Sturmnacht“. In „Stille Liebe“ deutet sie mit leichtem Vibrato imponierend das innere Beben eines Liebenden an, der seine Leidenschaft verbirgt. Der Zyklus entstand im Glücksüberschwang des Liederjahres 1840, in dem Schumann gegen alle Widerstände die Pianistin Clara Wieck heimführte. Zehn Jahre später schrieb er, längst in Düsseldorf arriviert, die „Sechs Gedichte nach Lenau“. Auch hier versteht sich Eva Vogel darauf, das subtil Melancholische kunstvoll einzufärben. Noch im Überschwang kontrolliert klingt ihr dunkel timbrierter, schlank geführter, aber erstaunlich voluminöser, in der Tiefe in ein sattes Alt reichender Mezzosopran. Die fahlen Farben des Todes sind nicht die Sache dieser strahlenden Bühnenerscheinung mit Model-Glamour. Spannend klingt freilich, wie behutsam sich die in der Ruhrregion aufgewachsene deutsch-amerikanische Sängerin morbiden Ausdrucksregionen nähert.
Dass Chopin neben Klaviermusik, die reichlich Kantables birgt, Lieder geschrieben hat, ist kaum bekannt. Vier seiner 17 erhaltenen polnischen Lieder stellte die Sängerin vor. Das Kunstvolle im Volksliedhaften trifft sie mit blendendem polnischem Idiom. Auf der Opernbühne dürfte ihr das slawische Repertoire besonders liegen. Zu den Raritäten des Abends zählten die „Three Shakespeare Songs“ des Engländers Roger Quilter, die bei Eva Vogel so burlesk wie lebendig klingen. Der größte Prüfstein nach der Schumann-Ouvertüre aber kam mit Mahlers Rückert-Liedern. Hier stieß die Sängerin mit aberwitzigen Intervall-Sprüngen ins Traumverlorene vor. Und nicht nur hier, wo es galt, einen Orchesterpart auf Tasten zu meistern, erwies sich Pianist Matthias Wierig als hellwach inspirierender Impulsgeber. Das hymnische fünfte Lied „Liebst Du um Schönheit“ blieb dem begeisterten Publikum zunächst vorenthalten. Eva Vogel lieferte es als Zugabe nach – ein vortrefflicher Coup. Bernd Aulich, Recklinghäuser Zeitung
Kurz und Kritisch-Hans Krasa, Symphonie für kleines OrchesterBerliner Philharmoniker-Sir Simon Rattle Eine bunte Mahler-Berg-Weill-Mischung dominiert den Marsch, bevor Eva Vogel das Rimbaud-Gedicht Die Läusesucherinnen deklamiert, mit warmem Alt-Timbre und bestens textverständlich. Ein freudianisches Ende, ein bänglicher Blick in die Zukunft. 1944 stirbt Krása in Auschwitz.
Eröffnungskonzert Festival Altstadtherbst DüsseldorfHaydns Nelson-Messe Eva Vogel, die kurzfristig eingesprungen war, liess einen sehr speziellen, feinen Alt hören. Armin Kaumanns, Rheinische Post
Cavalleria Rusticana-KölnEva Vogel war mit aufreizender Optik und metallisch-herbem Mezzo eine verführerische Lola.
Kunst besiegt die KonzepteGlucks "Orfeo" bietet dem Tanz viel Raum. Die Version von Landestheater-Tanzchefin Birgit Scherzer wurde bei der Premiere am Samstag gut aufgenommen "Eva Vogels schöner, ebenmässiger Alt geht in der Partie des Orpheus klar und intensiv auf, eine heftig akklamierte Leistung." Tiroler Tageszeitung
Sinnliche Ästhetik eines MythosOvationen bei Gluck-Premiere am Samstag im grossen Haus Der trauernde Sänger Orfeo gelingt Eva Vogel bravourös. Sie findet die beeindruckende Balance zwischen dramatischen Tönen und grosser Eindringlichkeit. Kronen Zeitung
Suche nach der ewigen LiebeMit einer Deutung Marke C.G. Jung inszenierte Birgit Scherzer Glucks "Orfeo ed Euridice" jenseits des Rokoko Bild der Gegenwart, Stimmen voller Poesie Eva Vogel als introvertierter Orfeo lässt ihre Alt-Stimme dramatisch wie auch verinnerlicht glänzen. Das Schluss-Solo erhielt langen Sonderapplaus.
Fledermaus-Tanz der Vampire?Operettenproduktion mit Humor und perfektem Orchester ...Eva Vogel überzeugte stimmlich.
Rache unter Donner und Blitz...Eva Vogels Orlofsky hat eigene Qualität. Tiroler Tageszeitung
Ein Tag der Vermeidung des ErnstesDetails der "Fledermaus" von Johann Strauß zu nennen, hieße Fledermäuse in den Kirchturm tragen. Da ist die Rache des Herrn Falke an seinem Freund Eisenstein wegen einer trunkenen Nacht. Da ist ein sehr gelangweilter Herr Orlofsky, ein Russe, der einmal wieder lachen möchte. Da ist ein Tenor Alfred, der die Eisenstein-Gemahlin Rolinde erobern möchte, die ihrerseits zum Ball bei Orlofsky geht und dort ihren Mann trifft, den sie im Gefängnis bei Herrn Frank wähnt. Und da ist Adele, das "Stubenmadl", das auch auf den Ball strebt. Und, und, und . . . Die Verwechslungen, Erkenntnisse und Ball-Flirts enden letztlich beim "Frosch" im Gefängnis, der sich von Slibovitz ernährt. Und im "Brhaha" der Gags und des Wortwitzes wie der Situationskomik - und jeder Ernst wird vermieden. Und da sind die zündenden und gefühlsechten Melodien von Johann Strauß. Orlofsky lacht letztlich doch. Und es wäre nicht eine Inszenierung von Brigitte Fassbaender, die das Werk gemeinsam mit Klaus Rohrmoser erarbeitete, würde dieses Lachen nicht wie ein Höllengelächter klingen, mit dem Hauch der Todesahnung, der in jeder Lebensminute, auch in der Heiterkeit liegt. Da leuchtet die Wahrheit durch den Schein, da wird Unterhaltung vom Besten mit einem Hauch Shakespeare geboten und das Jahrhundert präsentiert sich als Wiege der Dekadenz der Gesellschaft. Fassbaender/Rohrmoser belassen aber dennoch die "Fledermaus" dort, wo sie jeder kennt. Wie trunkenen "Frosch", der in diesem Fall in Gerhard Kasal einen Erz-Komödianten zum Interpreten hat, der die Pointen setzt, dass man auch an den bekanntesten Stellen lachen muss. Großes Ensemble Die Premieren-Besetzung agierte und sang wie aus einem Guss: Susanna von der Burg als Rosalinde, Christian Voigt als Eisenstein Marke Peter Minich, Renate Fankhauser als quirlige Adele, der schmachtende und wirkliche Tenor Martin Mitterrutzner als Alfred. Dominik Hosefelder als Dr. Falke, Joachim Seipp als Gefängnisdirektor Frank, der ebenfalls komödiantische Advokat Blind in Person von Michael Lukavec, Ana Paula Queiroz als Ida, die Schwester Adeles, und vor allem die wunderbar präsente Eva Vogel als Orlofsky boten eine Darbietung, dass man zuweilen dachte, man höre eine Schallplatte von den ganz Großen der Vergangenheit. Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter der Leitung von Leif Klinkhardt hatte seinen Anteil am großen Strauß-Klang. Die Ausstattung von Dietrich von Grebmer führte von den großen Dimensionen in die manchmal kleine Welt der Emotionen der ProtagonistInnen. Aber man geht ohnedies nicht wegen des Bühnenbildes in die "Fledermaus". Das Publikum jubelte über große Stimmen, Charme und die wunderbaren Strauß-Melodien.
Very British...Überzeugen konnte vor allem die junge Mezzosopranistin Eva Vogel, auf deren weitere Entwicklung man gespannt sein darf.
Eine Oper mit viel WitzBevor Mezzosopranistin Eva Vogel in der nächsten Saison an das Landestheater Innsbruck wechselt, singt das Mitglied des Jungen Ensembles der Rheinoper noch in Duisburg die Tessa in der englischen Operette "Die Gondoliere", die heute (19.30 Uhr) Premiere feiert. WAZ-Mitarbeiter Rudolf Hermes traf die Sängerin zum Gespräch. WAZ: Frau Vogel, Sie sind in Meerbusch aufgewachsen, haben aber am New Yorker Mannes College of Music und in Yale studiert. Warum ausgerechnet in den USA? Eva Vogel: Ich hatte schon als Schülerin ein Jahr in den USA verbracht und habe mich von meinen Lehrern stärker gefördert gefühlt als in Deutschland. Meinen Studienplatz habe ich dann durch viele Zufälle bekommen. Zum Beispiel habe ich in der Metropolitan Opera in einer Turandot-Aufführung Ruth Falcon, die Gesangslehrerin von Deborah Voigt, kennen gelernt, weil sie direkt neben mir saß. Frau Falcon gehörte der Jury an, der ich vorsingen musste, um am Mannes College aufgenommen zu werden. Während meines Studiums dort entstand wiederum zufällig ein Kontakt zu meiner jetzigen Lehrerin Christa Ludwig, die ihre Biographie in Amerika vorstellte. Ich habe dann von 1995 bis 2002 in New York gelebt. Waren Sie am 11. September 2001 auch in der Stadt? Vogel: Ja, mein Freund war gerade aus Deutschland zu Besuch bei mir und am Abend des 10. Septembers standen wir noch vor dem World Trade Center. Als wir am Morgen des 11. zum Flughafen fahren wollten, kamen die ersten Nachrichten von einem Flugzeug-Unglück im Fernsehen. Einige Freunde von mir haben auch in den Gebäuden gearbeitet, sind aber alle gesund herausgekommen. Als ich einige Tage später wieder in Manhattan war, lag über dem ganzen Gebiet eine dicke Staub- und Aschenschicht und es hat fürchterlich gestunken. Überall hingen Suchplakate nach Vermissten. Selbst wenn man der US-Regierung kritisch gegenüber steht, hat man einen anderen Blick auf die politischen Geschehnisse, wenn man so etwas hautnah miterlebt. In Duisburg singen Sie jetzt die Tessa in der Sullivan-Operette "Die Gondoliere". Was ist der besondere Reiz dieser Verwechslungsgeschichte um einen verschollenen Prinzen? Vogel: Die englischen Texte von William Gilbert sind zum Schreien komisch, aber kaum zu übersetzen. Sullivan hat das so rasant und turbulent vertont, dass der Zuschauer genau aufpassen muss, um keinen Witz zu verpassen. Wir müssen aber nicht nur singen, sondern auch viel tanzen und das Komödie spielen macht auch eine Menge Spaß. Wie sehen Ihre Pläne für die nächste Saison aus? Vogel: Im September gastiere ich in Nürnberg mit dem Ramiro in Mozarts "La finta giardiniera". Danach werde ich in Innsbruck den Orlofsky in "Die Fledermaus" und Flora in "La Traviata" singen. Rudolf Hermes, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Hänsel und Gretel als liebevolle TraditionStrahlende Augen und Ohren in Düsseldorfs Oper Es gibt Opern, die einfach irgendwie zur Weihnachtstradition gehören, und das obwohl sie eine Traditionsbeschränkung eigentlich nicht nötig haben – Humperdincks ’Hänsel und Gretel’ sind so ein Fall. Dass neben dem Märchen-Sujet auch noch großartige Musik präsentiert wird, macht Humperdincks Werk auch für die ’Großen’ zum Erlebnis, besonders dann, wenn es als liebevolle Tradition wie in Düsseldorfs Oper am Rhein aufrechterhalten wird. Seit mehr als drei Jahrzehnten steht die Geschichte um die verlorenen Kinder und das Lebkuchenhaus der Hexe immer wieder auf dem winterlichen Spielplan und lässt dank hingebungsvoller Gestaltung das Opernhaus aus den Nähten platzen und nicht nur dem ungefähr zur Hälfte aus Kindern bestehenden Publikum die Herzen höher schlagen. Mehr Kind sein Keine Frage, die Begeisterung der jungen Zuschauer schlägt über. Da ertappt man sich dabei, dem frohen Tanz der beiden Kinder in ’Brüderchen, komm tanz mit mir’ schmunzelnd zu folgen, statt das bekannte Volkslied zu erkennen. Da staunt man, wie plötzlich die Hexe aus dem Schornstein ihres Lebkuchenhauses in den Himmel emporschießt, da freute man sich, als Hänsel schwungvoll seine Gegenspielerin in den qualmenden und lodernden Ofen stieß – hier machte einer der kleinen Operngäste mit Klatschen und einem inbrünstigen ’Ja!’ seiner Freude Luft. Werk und Inszenierung verzaubern gleichermaßen, die Bühne von Heinrich Wendel, die Kostüme von Inge Diettrich und die Spielleitung von Eva-Maria Abelein erwecken zusammen mit dem einfühlsamen, jugendlich-frischen Spiel der Düsseldorfer Symphoniker unter Ville Enckelmann eine Welt, die der Hänsel und Gretels bis ins letzte Detail folgt und liebevoll ausschmückt. Schön wäre es da nur, wenn die Begleitungen der jungen Hörer sich der Aufführung mehr wie die Kinder hingeben würden – denn diese saßen oftmals ruhig und gespannt folgend auf ihren Sitzen, wobei die diversen Großeltern o.ä. immer wieder das Geschehen auf der Bühne lautstark kommentieren mussten, mit Essenstüten raschelten und sich in einem scheinbaren pädagogischen Wettbewerb miteinander messen mussten, wer sich am besten und am eindringlichsten um die ausstaffierten Kinderchen kümmere. Wenn sich schon die Kleinen über das Gerede und Gestöre in der Oper beschweren, sollte das zu Denken geben. Auch musikalisch beeindruckend Die beiden Titelpartien standen dank Eva Vogel (Hänsel) und Sylvia Hamvasi (Gretel) in einem klangvollen Gewand, das die beiden geschmeidigen Stimmen in einer Mischung aus jugendlichem Feuer und sakraler Wärme wie im großartigen Abendsegen präsentierte. Auch ihre Eltern Bodo Brinkmann (Peter, der Besenbinder) und Renée Morloc (Gertrud, sein Weib) gestalteten ihre Rollen mit der nötigen Eindringlichkeit und Verve, wenn auch, wie sooft, die Textverständlichkeit wie bei fast allen Rollen der Inszenierung hierunter litt, was dem inhaltlichen Folgen keine Hilfe war. Auch die kleinen Rollen des Taumännchens (ein wenig zu sehr auf Koloratur bedacht: Theresa Plut) und vor allem des Sandmännchens (Christina Niessen) konnten in ihren kurzen Szenen den passenden Esprit vermitteln und besonders die schwere (Hosen-)Rolle der Hexe meisterte Torsten Hofmann mit Glanz und Dämonie – irr tanzend, machtvoll zaubernd und hoch-lachend erschuf er eine böse Hexe ganz nach dem Märchenbuch-Image. Nicht nur musikalischer Höhepunkt war aber der berühmte Abendsegen mit seiner langen Pantomime der schützenden Engel: wie sich hier die Gruppe der Engel um die beiden Schlafenden formte und sich langsam das lange Mondlicht in unendliche, kleine Engelsfiguren entwickelte, schlug in seiner schlichten, strahlenden Form der choralen Heiligkeit das gesamte, nun auch kurzfristig stumme, Publikum in seinen Bann. Eine lebendige, in ihrer werktreuen Anlage mustergültige Inszenierung des Märchenklassikers, die auch nach den nächsten dreißig Jahren keinen Staub ansetzen wird. Alexander Gurdon, klassik.com
15 Questions to Eva VogelIn an ever more connected world, it should be no surprise that more and more young artists can be seen performing in their native countries for the first time - while already having amassed a sizeable amount of experiences in an entirely different corner of the world. Such is the story of German Eva Vogel, who studied at Mannes and Yale in the USA and snapped up some of the biggest roles for a mezzosoprano during her American stint. When she returned to Cologne, her reputation preceeded her and quickly enabled her to become a member of the "Opernstudio" and to sing with the Essen Philharmonics. Still a relative newcomer, she has now made her debut at the prestigious "Klavierfestival" and is to appear at the Concertgebouw Amsterdam next year. This success on both sides of the Atlantic just goes to prove once again that while tastes may differ, superb quality will always prevail. It also befits an artist, who always feels like "carrying her instrument" around with her, that she has no problems travelling freely between the continents. So, while planes and ships may connect the world in geografical terms, it is artists like Eva Vogel, who connect it culturally. Hi! How are you? Where are you? What's on your schedule right now? If you hadn't chosen for music, what do you think you would do right now? What or who was your biggest influence as an artist? What's the hardest part about being a musician and what's the best? What's your view on the classical music scene at present? Is there a crisis? Some feel there is no need to record classical music any more, that it's all been done before. What do you tell them? What constitutes a good live performance in your opinion? What's your approach to performing on stage? What does the word interpretation mean to you? True or false: It is the duty of an artist to put his personal emotions into the music he plays. True or false: Music is my first love Absolutely true. Cruel to some, but true! True or false: People need to be educated about classical music, before they can really appreciate it. You are given the position of artistic director of a concert hall. What would be on your program for this season? What's your favourite classical CD at the moment? Have you ever tried playing a different instrument? Mouvement nouveau
Liederabend war ein GenussEinen Liederabend mit dem überzeugenden Ausruf Vergiftet sind meine Lieder! zu beginnen, zeugt von Mut und Humor. Freilich hatten Heinrich Heine (Text) und Franz Liszt (Musik) ihre Zeile als Ausdruck enttäuschter Liebe gemeint-das Konzert dagegen erwies sich als ein weiterer Höhepunkt des Klavierfestival Ruhr, der gerade in unserer Stadt stattfand. Bühnenpräsenz Denn die junge Mezzosopranistin Eva Vogel aus dem Kölner Opernstudio hat eine ebenso warm wie klar strömende Stimme, eine imposante Bühnenpräsenz und eine zielsichere Musikalität. Und mit Irwin Gage sicherlich einen soliden Klavierbegleiter. Schon die einleitenden vier Liszt Lieder breiteten sie in ihrer exzentrischen Ausdruckskraft aus, ohne in falsches Pathos zu verfallen. Passend fast opernhaft etwa Heine-Liszts Lorelei. Robert Schumanns Zyklus Frauenliebe und leben op.42 nach Adalbert von Chamisso ist selten in der Fassung für tiefe Stimme zu hören, wirkt aber noch schwärmerischer und mütterlicher, kurz: tiefgründiger. Schade, dass Irwin Gage hier den Klavierpart etwas pseudoromantisch verunklarte, sonst wäre es eine modellhafte Aufführung gewesen. Dann die gluckliche Begegnung mit den letzten fünf jener acht Poemes Juifs op. 34, die Darius Milhaud 1916 nach anonymen Texten aus einer Zeitschrift komponierte. Der genau kalkulierte und dennoch nicht künstlich wirkende Ausdruck dieser Musik kam im ausverkauften Lehmbruck Museum kongenial über die Rampe. Lyrisch, leicht ironisch Mit einer ganz ähnlichen Disziplin gingen Eva Vogel und Irwin Gage schließlich sechs Lieder von Sergei Rachmaninow an. Nur dass es hier russisch-romantischer Pessimismus war, der sanft lyrisch (und nur einmal leicht ironisch) floss-mit diesem Mezzo ein Genuss. Grosse Freude im Museum. Als passende Zugabe Rückert-Schumanns Widmung (Du meine Seele, Du mein Herz).
Prägnante Charakterisierungen auf kleinstem RaumDie Mezzosopranistin Eva Vogel sang im Lehmbruck.. Sollte es eine Liedrennaissance geben? Selbst das Standartrepertoire von der Müllerin bis zur Winterreise scheint ja oft eher eine Sache für eine handverlesene Kennerschar-weit entfernt von der Breitenwirkung von Sinfonie oder Oper. Und da kommt die Mezzosopranistin Eva Vogel zum Klavierfestival mit dem renommierten Begleiter Irwin Gage und einem Programm, das neben Schumann und Liszt auch Milhaud und Rachmaninow enthält -und das Lehmbruck-Museum ist bis auf den letzten Platz besetzt. Erfreulich, dass das zarte Pflänzchen Lied im Rahmen des Tastenmarathons seinen Platz hat. Die subtile Pianistische Gestaltungskunst eines Gage ist allemal Bereicherung und eine willkommene Ergänzung zu den Soloabenden. Eva Vogel bewies bereits in den vier Liszt Liedern des Beginns ihre interpretatorischen Qualitäten. Etwa in Heines berühmtesten Gedicht, der durch Silcher geradezu okkupierten Lorelei, die hier dramatisch akzentuiert erscheint. Zeigt Liszts Liedschaffen zuweilen Schwächen, etwa wenn in Goethes Über allen Gipfeln ist Ruh Wiederholungen die lyrische Aussage schwächen, so zeigt Schumanns Zyklus Frauenliebe und -leben gerade im Wort-Ton-Verhältnis immer wieder geradezu überumpelnde Wirkungen, die Vogel und Gage nachhaltig auskosteten. Etwa der ganz besondere Zauber des Lieds Du Ring an meinem Finger war in jedem Takt spürbar. Klar dass Milhauds frühe Poemes Juifs in ihrem wunderbaren Fluss, und die dunklen Farben, die der große Melodiker Rachmaninow in den prägnanten Charakterisierungen auf kleinstem Raum zeichnete, ihren Reiz vollkommen entfalteten. Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Mezzosopran Eva Vogel beim Klavierfestival RuhrMit Pianist Irwin Gage zur Meisterschaft Gertenschlank und (fast) regungslos steht sie im Duisburger Lehmbruck-Museum, vergleichbar der steinernen Grossen Stehenden links von Ihr auf dem Podium. Aber sobald die junge Mezzosopranistin Eva Vogel am Freitag Abend ihren Mund öffnete, war sie ganz Stimme, bannte sie das zu ihrem Liederabend im Rahmen des Klavierfestival Ruhr zahlreich erschienende Publikum mit der Macht der Musik. Intensiv und ausdrucksstark drangen die Töne aus ihr heraus, geadelt durch ein durchgängiges organisches Vibrato... Liedauswahl Die Liedauswahl von Franz Liszt, Robert Schumann, Darius Milhaud und Sergej Rachmaninow kam der Solistin sehr entgegen, fanden sich darunter doch viele langsame Titel, in denen ihre Gesangsstimme aufblühen konnte. So gleich eingangs in Liszt Liedern wie Vergiftet sind meine Lieder oder der überlegen gestalteten Lorelei. ...So berückend die Klänge Eva Vogels, so deutlich war zugleich ihre Diktion. Da bedurfte es gar nicht der Texte zum Mitlesen. ...
Wenn das Orchester im Nebel tapptProduktion: Merlin (Carl Goldmark) ..Fee Fata Morgana (beachtlich: Eva Vogel, Alt).
Vergnügen in SaardamDonizetti, Il Borgomastro di Saardam ...für die Mezzosopranistin Eva Vogel dürfen größere Häuser in greifbarer Nähe liegen. Denn ihr stimmliches Material, die musikalische Gestaltung und darstellerische Präsenz sind von zukunftsträchtiger Qualität.
Feldherr im Waisenhaus, kopflosAntonio Vivaldis Juditha Triumphans ... macht Eva Vogel als hochnäsig-sadistische Gouvernante und als Hohepriester Ozias mit scharfer Stimme gute Figur.
Konzert der SopranistinnenSchloss Rheinsberg Eva Vogel hatte bei Ihrem Lied "I love Paris" aus Cole Porters Musical "Canan" auf dem Flügel Platz genommen.Die Mezzosopranistin im langen, roten Rock zeigte nicht nur Bein, sondern begeisterte das Publikum auch mit einer souveränen stimmlichen Leistung.
Arien voller CharmeAbschlusskonzert in Bernrieder Barocksaal ...Die Deutsch-Amerikanerin Eva Vogel verfügt über einen angenehmen, dunklen Mezzosopran. In "Dämmerung" konnte sie den großen Tonumfang ihrer Stimme zeigen. Mit den gestalterisch vielleicht schwierigsten Werken des Konzerts überzeugte sie auf ganzer Linie. Auch im Arienteil fiel sie nicht nur als exzellente Sängerin, sondern genauso als lebhaft agierende Darstellerin auf. Besonders "Wanderers Nachtlied" und "Vom Jäger Herne" aus den 'Lustigen Weibern von Windsor" gelangen ihr voller Spannung.
Neue Talente dürfen sich entfaltenAls "erste Entdeckung des Abends" (Süddeutsche Zeitung) mit einer großen Karriere in der Zukunft wurde allerdings jemand anders betitelt: die Mezzosopranistin Eva Vogel. Wie auch in Deutschland gewann die gebürtige Düsseldorferin durch ihre imposante Liedgestaltung von "Mignon" (Hugo Wolf) oder "Der du von dem Himmel bist" (Franz List) die Zuneigung des Publikums in New York. Die 23- Jährige überzeugte nicht nur durch ausgereifte Mimik und einnehmende Präsenz, sondern vor allem durch ihre Stimmgewalt. AUFBAU
Musikalische Klassiker ohne StaubschichtDie gebürtige Düsseldorferin und Mezzo-Sopranistin Eva Vogel, die zurzeit am Mannes College of Music studiert, nahm das Publikum physisch und stimmlich durch eine ungeheure Raumpräsenz gefangen. Ihre erstaunlich facettenreiche Stimme, mit der sie Lieder wie Mignon und Anakreons Grab vortrug, weist auf Talent im fortgeschrittenen Stadium hin. Nicht zu Unrecht bezeichnete ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung die Sängerin als Entdeckung des Abends. New York City Goethe Haus
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